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Eine Pflicht bei Wasserschaden ist u.a. die Schadensminderungspflicht (in Verträgen gelegentlich auch Mitwirkungspflicht genannt)

Grundsätzlich bedeutet Schadensminderungspflicht, dass ausgetretenes Wasser durch Sofortmaßnahmen möglichst vollständig zu beseitigen ist. Nasssauger leisten hierbei gute Dienste.

Ein Mieter hat die mietvertragliche Nebenpflicht (Schadensminderungspflicht bzw. Mitwirkungspflicht), die Wohnung möglichst vor Schaden zu bewahren, d.h. er muss dafür sorgen, dass z.B. der Hauptwasserhahn zum betroffenen Bereich der Wohnung bzw. des Hauses abgedreht wird. Achtung: Dies betrifft auch Wohnungen Dritter im gleichen Gebäude, d.h. seine Pflicht endert nicht an der Außenschwelle seiner Wohnung!
Außerdem muß er aktiv für die Beseitigung von stehendem Wasser sorgen, ggfs. auch mit Hilfe der Feuerwehr.
Zu guter Letzt ist auch die schnelle Trocknung der Wohnung seine Pflicht. Selbstverständlich kann er ihm entstandene Kosten später dem Schadensverursacher in Rechnung stellen bzw. einen Schadensersatz von dem fordern.
Der Mieter hat einen solchen Schadensfall nach § 536c BGB unverzüglich dem Vermieter zu melden.
Im Prozessfall muß ein Mieter darlegen, was er hinsichtlich Schadensminderung unternommen hat.

Auch die Gesundheit muß vor Schaden geschützt werden: Grundsätzlich ist ein Mieter gehalten, eine gesundheitsgefährdende Wohnung zu verlassen, um so einen Gesundheitsschaden zu verhindern. Wird von ihm gegen diese Schadensminderungspflicht verstoßen, so kann z.B. ein Schmerzensgeldanspruch vollständig verfallen.
Ist es strittig, ob zwischen der Erkrankung und dem Wohnungszustand ein ursächlicher Zusammenhang besteht, so genügt es, wenn der Mieter dies behauptet. Da es sich um eine rein medizinische Frage handelt, ist eine weitere Substantiierung in den meisten Fällen entbehrlich.

Ein Mieter hat Anspruch auf eine mängelfreie Wohnung nach einem Wasserschaden, d.h. er kann eine entsprechende Instandsetzung verlangen. Dies ist unabhängig davon, wer den Schaden verursacht hat.
Der Vermieter bzw. Eigentümer kann ihm entstandene Kosten später dem Schadensverursacher in Rechnung stellen bzw. einen Schadensersatz von dem Verursacher fordern.

Wenn sich ein Mieter oder Bewohner also auf dem Sofa zurücklehnt, dem steigenden Wasser zuschaut und nicht seiner Schadensminderungspflicht nachkommt, weil er z.B. auf einen neuen Teppich vom Verursacher oder Vermieter spekuliert, geht leer aus bzw. legt am Ende sogar noch drauf, da er Regress leisten muß für sein Verhalten.

Und noch eine Schadensminderungspflicht, diesmal zeitlich noch vor dem Schaden:
Aufgrund der Obhutspflicht aus dem Mietvertrag ist der Mieter verpflichtet, den Betrieb von Haushaltsgeräten zu überwachen. Bei Betrieb eines Haushaltsgerätes sollte der Mieter daher weder einschlafen noch gar das Haus verlassen. Dies betrifft insbesondere Waschmaschine und Spülmaschine, die per Schlauchverbindung mit dem Wasserleitungsnetz des Gebäudes verbunden sind.
Hintergrund: Es geht bei dieser Pflicht gar nicht direkt um den Betrieb des Gerätes, sondern um den zum Betrieb notwendigerweise geöffneten Schauch als Verbindung zwischen Leitungsnetz und Gerät für die Wasserversorgung des Gerätes, denn bei Nichtbetrieb muss der Schlauch abgesperrt sein, darf also nur bei Betrieb des Gerätes unter Druck stehen. Und dieses Absperren des Schlauchs vergessen die meisten .... Hier hat es in der Vergangenheit schon Schäden im mittleren sechstelligen Eurobertrag gegeben, und der Verursacher ist dann nicht oder nur sehr niederig versichert. Bitte lesen Sie dazu unbedingt einmal das Kleingedruckte in Ihrer Hausratversicherung bzw. Haftpflichtversicherung!

Aber:
Wenn beim Putzen der gefüllte Wischeimer umkippt und das Wischwasser dem Mieter in der Wohnung darunter durch die Decke in die Wohnung tropft, ist das ein klassischer Fall für die Haftpflichtversicherung des Wischenden oben. Den eigenen Schaden – wenn denn so einer entstanden ist – bekommt man hier nicht ersetzt, da dieses kein Leitungswasser sondern sogenanntes Planschwasser ist, welches nicht über die Gebäudeversicherung versichert sein kann. Gleiches trifft z.B. für eine übergelaufene Badewanne, Überlaufen beim Blumengießen in der Wohnung bzw. auf dem Balkon oder austretendes Tauwasser bei einem defekten Gefrierschrank zu. Aquarium und Wasserbett aber sind in der Regel versichert.

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